Tagebuch meiner Schwangerschaft: Woche 26

Also was man sich so erzählt von „Schwangerschafts-Demenz“, ich dachte immer es wäre ein Mythos aber ich muss in meinem Fall zustimmen. Ich schaffe es kaum mich daran zu erinnern was ich am vergangenen Tag zum Mittag hatte. Das kommt einem nicht wirklich zu gute wenn man versucht sich auf die theoretische Fahrprüfung vor zu bereiten. Aber es scheint auch so nicht wirklich mein „Steckenpferd“ zu sein. Ich habe mittlerweile dreimal die theoretische Vorprüfung in der Fahrschule gemacht und bin jedes mal mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Nicht nur einen Fehler über die erlaubten, nein gleich acht, neun oder sogar 15 Punkte drüber. Da verliert man jegliche Lust überhaupt weiter zu machen. Ich bin echt am überlegen ob es sich überhaupt noch lohnt weiter zu machen. Und wenn man dann noch zu hören bekommt `das man sich keine Mühe gibt´ ist das erst recht demotivierend. Ich habe nur noch 14 Wochen um den Führerschein zu schaffen. Danach werde ich mich die meiste Zeit um das Baby kümmern, also gar keine Zeit für den Führerschein haben. Oh man, wie man sich selbst immer wieder unter Druck setzt.

Ich habe mir leider durch die vor ran gegangene Erkältung mein Immunsystem so geschwächt das ich mir wieder einen Lippenherpes eingefangen habe. Ich dachte schon das ich den Termin am Dienstag beim Zahnarzt sausen lassen müsste. Aber nichts da. Sie haben sich Handschuhe angezogen und dann habe ich nach langem warten endlich meine Zähne bekommen. Klingt merkwürdig, aber jetzt kann ich wenigsten wieder vernünftig kauen. Ihr glaubt gar nicht was das für eine Erleichterung sein kann. Aber die Brücke muss noch warten. Am Anfang drückte es noch hier und da etwas aber nach gut vier Tagen habe ich mich daran gewöhnt. Das einzige was mich etwas stört ist, das die neuen Zähne so „glatt“ sind. Da fällt es extrem auf das die eigenen nicht ganz so neu sind. Naja, schließlich sind sie ja auch schon ein paar Jahre älter.

Ein Elternnachmittag im Kindergarten kann echt aufschlussreich sein. Wir (die Erzieher und Eltern) wollen jetzt langsam anfangen das die kleinen Mäuse sich alleine den Hintern abwischen. Mal sehen ob´s klappt. Meine Große stellt sich noch etwas an überhaupt ein Tuch in der Hand zu halten, egal ob feucht oder trocken. Aber der erste Versuch hat gut geklappt. Auch werden die Erzieher jetzt immer mehr dazu über gehen das die Mäuse selbstständiger werden. Sie macht schon vieles alleine aber es gibt ja immer noch eine Steigerung.

Zum Wochenende hin sind wir drei dann losgezogen um für Opa (der hat bald Geburtstag) ein Geschenk zu kaufen. Dieses Jahr habe ich mir in den Kopf gesetzt das er endlich Stofftaschentücher mit Monogramm bekommt. Er benutzt keine Einwegtücher. Und seid Jahren versuche ich es hinzubekommen und vor allem rechtzeitig daran zu denken. In einem Jahr habe ich es sogar mal alleine probiert. Was soll ich sagen, es ging in die Hose. Aber dieses Jahr habe ich rechtzeitig daran gedacht und auch jemanden gefunden der das kann und macht. War gar nicht so leicht. Den Preis den ich mir dafür gesetzt habe hat es bis jetzt auch noch nicht überschritten, aber schließlich fehlen ja noch die Blumen. Meine Tochter wollte sie gleich holen. Da habe ich ihr erst mal erklärt das sie verwelkt wären bis der Opa sie erhalten würde. Sie war etwas geknickt aber sie hat es verstanden. Und ich musste ihr versprechen das wir rechtzeitig dann welche holen und sie sie aussuchen darf. Mal sehen was sie dieses mal nimmt. Für die Omi hatte sie das eine mal Gerbera ausgesucht, nicht meine Blume aber ihr haben die gefallen. Hauptsache viele Farben.