Tagebuch meiner Schwangerschaft: Woche 17

Eine harmlose und gut ruhige Vorweihnachtliche Woche. Unser Sport am Montag fand vorerst das letzte mal für dieses Jahr statt. Und ich muss sagen, auch wenn ich nicht viel mitmache, meine „große“ hat sich gut entwickelt. Sie hatte am Anfang ein paar gesundheitliche Problem, die wird sie auch weiterhin in gewisser Weise behalten (Sichelfüße), aber sie hat die anderen in ihrem Alter weit überholt. Sie ist so toll im rennen, springen und vor allen Dingen im klettern. Sie klettert für ihr Leben gern. Ich werde mich auf alle Fälle ab nächstem Jahr dahinter klemmen und sie sportlich noch mehr unterstützen. Als Abschied für dieses Jahr sangen wir Weihnachtslieder und die Kinder bekamen einen Schokoladenweihnachtsmann mit einer echten Stoffmütze. Lässt sich sehr „schön“ entfernen.

Dienstag haben die Kinder im Kindergarten Plätzchen gebacken. Natürlich haben wir auch welche davon bekommen aber erst am nächsten Tag bei der Weihnachtsfeier ihrer Kindergartengruppe.

Leider hatte ich an diesem Nachmittag schon einen Tierarzttermin, nichts schlimmes, nur alljährliche Spritzen für´s Tier und eine allgemeine Untersuchung. Schließlich ist sie schon neun Jahre alt, da muss man auf manche zipperlein mehr wert legen. Vor allem die Nieren müssen beobachtet werden. Aber ich schweife ab. Durch den Arzttermin haben wir es leider nicht geschafft zur Vorführung pünktlich da zu sein. Es hieß es fängt „pünktlich“ um 16:30 Uhr an. Wir waren 16:32 Uhr da und die Vorstellung war schon zu Ende. Da stimmt doch irgendetwas nicht oder irre ich mich. Egal. Unsere Tochter bekam dann irgendwann mit, das wir da sind, sie saß mit dem Rücken zur Tür, und ich sah in ihrem Gesicht, dass sie ganz fürchterlich geweint hatte. OH, da überkam mich so ein schlechtes Gewissen und riesige Schuldgefühle, das ich sie am liebsten in den Arm genommen hätte um sie zu trösten. Es tat mir ja furchtbar leid aber es ging nicht eher. Als die gesamte Aufführung zu ende war erklärte ich es ihr und hoffte sie würde nicht böse mit mir sein. Dann gingen wir in den Gruppenraum und aßen Kuchen und Plätzchen und tranken Kaffee und Wasser. Als ich mich dann endlich hingesetzt hatte war der erste Griff zur Hose um sie zu öffnen, ich saß ja. Aber ich merkte das der Trubel der vielen Eltern mit ihren Kindern mir schon wieder zu viel war. Ich wäre am liebsten gleich wieder gegangen. Aber ich hielt durch. Bis mein Menne mir mein letztes Stück Bratapfelkuchen vom Teller klaute, da hatte ich dann wirklich genug. Aber gegangen bin ich trotzdem nicht. Ich hielt es aus bis die beste Freundin meiner Tochter auch gehen wollte. Signalisiert durch ihre Eltern, die sind beide Gehörlos. Die Kinder verstehen sich klasse. Und durch die Zeichen die ich mit meiner großen damals geübt habe (Babyzeichen, zum besseren verstehen des Kindes) verstehe ich mich auch super mit ihren Eltern. Ab und zu gibt es etwas Sprachprobleme, weil die Mutter versucht zu sprechen und ich es nicht verstehe, aber sobald sie mir zeigt was sie meint klappt alles super. Ich habe ihr dann auch gleich erzählt, dass das zweite Kind ein Junge wird, sie hat sich für mich gefreut. Dann gingen wir gemeinsam ein Stück in die gleiche Richtung. Als wir zu hause ankamen ging meine große fast problemlos ins Bett. Ich erklärte ihr nochmals das es wirklich nicht früher ging. Sie scheint es verstanden zu haben und schlief kurz danach ein.

Die restliche Woche war ruhig, aber ich hatte das Gefühl sie hört nie auf. Sie zog sich in die Länge. Am Wochenende habe wir uns unsere neue Nachbarin eingeladen, ich hoffe das Verhältnis zu ihr wird immer besser. Sie hatte mir ihre Hilfe angeboten, wenn das zweite auf der Welt ist, und ich sage mal sowas kann man immer gebrauchen.